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Verband der Bundeswehrfeuerwehren e.V.
Fach- und Berufsverband, Mitglied im Deutschen Feuerwehrverband
und der "Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V.
Nachlese: Das Online-Archiv der Verbandsarbeit
09.10.2014:
Besuch beim Staatssekretär
Foto zu Besuch beim StaatssekretärAnfang Oktober waren der Vorsitzende Schönberger und sein Vertreter Harke zu einem Informationsaustausch im BMVg beim Staatssekretär Gerd Hoofe. Mit am runden Tisch saßen auch OTL Glauche und RDir Sagurna vom Büro des Staatssekretärs. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden direkt die derzeitigen Probleme im Bereich des Brandschutzes angesprochen:

- Regelarbeitszeit 48 Std. im Schichtdienst
- Schlechtes Dotierungsgefüge im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst
- Die Durchgängigkeit der Laufbahnen im Feuerwehrdienst
- Keine vernünftige Betreuung während der unterschiedlichen Ausbildungsverfahren
- Lange Zeiträume bis zum Abschluss von Einstellungsverfahren und anschließend eine unzureichende Betreuung
- Keine Freistellung für Weiterbildungsmaßnahmen wegen Stundenproblematik
- Nebentätigkeiten werden häufig nicht mehr genehmigt
- Fehl an qualifiziertem Feuerwehrpersonal
- Beschaffung von Feuerwehrdienstbekleidung u. Feuerwehreinsatzbekleidung

Dass die Attraktivität im Brandschutz unter diesen vielen Problemen stark leidet, war allen Beteiligten natürlich schon seit einiger Zeit bewusst. Verbesserungen zur Steigerung der Attraktivität zu erreichen gestalten sich aber sehr schwierig, da bei vielen Vorschlägen des Fachreferates IUD II 6 das BMI sein Mitspracherecht einfordert und die Bundeswehr nicht allein entscheiden kann.

Das schlechte Dotierungsgefüge der Bundeswehrfeuerwehr ist den Verantwortlichen bewusst und verschiedene Möglichkeiten von Verbesserungen werden mittlerweile von verschiedenen Referaten geprüft. Es wurde durch IUD II 6 darauf hingewiesen, dass die mögliche Ausbildungsquote für die nächsten Jahre voll ausgeschöpft wird und die Anzahl der externen Bewerber deutlich erhöht wurde.
Da die Beschaffung von Dienst- und Einsatzbekleidung schon beim letzten Gespräch mit dem damaligen Staatssekretär Beemelmans ein Thema war, versprach Staatssekretär Hoofe sich im Sinne des Verbandes zu verwenden und die Verantwortlichen zum Handeln zu motivieren.
Zum Thema Freistellung (Sonderurlaub) zur Weiterbildung für die Freiwillige Feuerwehr sollte der Verband mit dem Fachreferat Kontakt aufnehmen, um den aktuell gültigen Erlass aus den 80er Jahren zu überprüfen. Vielleicht bestehen hier Änderungsmöglichkeiten, so dass die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren verbessert und gestärkt werden kann.
Schönberger sprach ferner die Probleme im Bereich unserer Ausbildungsstätte in Stetten a.k.M. an. Wegen der geteilten Verantwortlichkeit (SKB und IUD) sind bestehende Probleme schwierig zu lösen. Daher sieht der Verband eine Überführung der Schule in den Zuständigkeitsbereich von IUD als zwingend erforderlich an.

Erfreulich war die Info seitens Staatssekretär Hoofe, dass die Ausgabe des Tätigkeitsabzeichens Feuerwehr kurz vor der Umsetzung steht. Die Freigabe muss noch durch den Bundespräsidenten genehmigt werden. Der Vorsitzende Schönberger bedankte sich für das konstruktive und informative Gespräch, sowie für die Einladung für ein weiteres Gespräch, damit man gemeinsam die erzielten Resultate zur Attraktivitätssteigerung im Bereich Feuerwehr bzw. die Bearbeitung der aufgeführten Probleme bewerten kann. Staatssekretär Hoofe wies abschließend darauf hin, dass ihm diese Gespräche wichtig sind, um die Stimmung der Basis vom Verband zu erfahren.

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